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Hochwertige Altbausanierung beginnt mit hochwertiger Planung

Philipp Flammiger
5. Aug.
2 Min. Lesezeit
Eine Gründezeit Villa in Wuppertal, sinnvoll Saniert bei Flammiger Architekture

Villa B, Wuppertal



Eine hochwertige Altbausanierung beginnt nicht auf der Baustelle – sie beginnt mit dem Verständnis für das Gebäude.


Viele Bauherren gehen davon aus, dass Architektur grundsätzlich überall gleich funktioniert. Schließlich werden Wände versetzt, Fenster ausgetauscht und Dächer saniert. Doch genau hier liegt einer der häufigsten Irrtümer.


Ein Bestandsgebäude ist kein Neubau. Jede Konstruktion besitzt ihre eigene Logik, ihre eigenen Materialien und ihre eigene Geschichte. Wer diese Zusammenhänge nicht versteht, riskiert Planungsfehler, unnötige Kosten und den Verlust wertvoller Bausubstanz.



Jeder Gebäudetyp verlangt eine andere Planung


Ein Gründerzeithaus mit Stuckfassade, historischen Holzbalkendecken, Fischgrätparkett und massiven Ziegelwänden stellt völlig andere Anforderungen als ein filigraner Bungalow aus den 1960er-Jahren.


Bei einem historischen Gebäude beschäftigen wir uns unter anderem mit folgenden Fragen:

- Wie kann die historische Bausubstanz erhalten werden?

- Welche Eingriffe sind statisch möglich?

- Wie lassen sich moderne Haustechnik und historische Konstruktionen sinnvoll verbinden?

- Wie gelingt eine energetische Sanierung, ohne Feuchtigkeitsprobleme oder Schäden an

Bausubstanz zu verursachen?


Bei einem Bungalow der Nachkriegszeit sind die Herausforderungen dagegen ganz andere. Große Glasflächen, schlanke Tragwerke, geringe Dämmdicken und häufig fehlende Keller machen eine energetische Sanierung oder einen Umbau technisch anspruchsvoll. Lösungen, die bei einem Massivbau funktionieren, können hier ungeeignet sein.


Haus Kemper von Richard Neutra – einer seiner selten Bauten in Europa – war nach einem Umbau in den Siebzigerjahren kaum wiederzuerkennen. Manfred und Sarah Hering hat es nun behutsam restauriert. Offene Räume und großzügige Glasfronten unter fliegenden Dächern, fast wie in Kalifornien.

Haus Kemper, Wuppertal

Architekt: Richard Neutra, 1961 - 67

Foto (c): Frank Peterschroeder


Bauen im Bestand bedeutet, Gebäude zu verstehen


Genau deshalb unterscheidet sich Bauen im Bestand grundlegend von einem Neubau. Im Neubau wird eine Konstruktion neu entwickelt. Im Bestand muss zunächst verstanden werden, warum ein Gebäude so funktioniert, wie es funktioniert. Erst danach entstehen Lösungen, die technisch sinnvoll, wirtschaftlich und dauerhaft sind.


Eine hochwertige Planung beginnt deshalb immer mit einer sorgfältigen Analyse der vorhandenen Konstruktion – vom Tragwerk über die Bauphysik bis hin zu den verwendeten Materialien.



Standardlösungen führen selten zum besten Ergebnis


Viele Probleme entstehen nicht erst während der Bauausführung, sondern bereits in der Planung. Wer historische Gebäude ausschließlich nach heutigen Neubau-Standards beurteilt, übersieht häufig die Besonderheiten der vorhandenen Konstruktion. Deshalb braucht eine anspruchsvolle Altbausanierung kein Standardplanungsteam.


Ebenso wichtig sind Fachunternehmen, die Erfahrung mit historischen Gebäuden und hochwertigen Bestandsbauten besitzen. Denn jedes Gewerk muss verstehen, wie alte Konstruktionen funktionieren und welche Materialien dauerhaft miteinander harmonieren.



Beschädigte Außenwand eines Hauses, die gerade mit geeigneten Materialien repariert wird.

Villa B, Wuppertal

Gute Planung schützt den Wert hochwertiger Gebäude


Eine hochwertige Immobilie ist meist über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte entstanden. Ihre Qualität zeigt sich nicht nur in Stuckdecken, Fischgrätparkett oder Naturstein, sondern vor allem in der durchdachten Konstruktion.


Eine gute Planung bewahrt diese Qualität. Sie analysiert zunächst das Gebäude, entwickelt individuelle Lösungen und verbindet moderne Anforderungen mit dem Charakter des Bestands.



Unser Anspruch


Als Architekturbüro mit Schwerpunkt Bauen im Bestand glauben wir nicht an universelle Standardlösungen.

Ob Gründerzeitvilla, denkmalgeschütztes Gebäude, historisches Fachwerkhaus oder filigraner Bungalow der Nachkriegszeit – jedes Gebäude verlangt nach einer Planung, die seine Konstruktion versteht und seine Besonderheiten respektiert.


Denn hochwertige Gebäude entstehen nicht zufällig. Und sie bleiben nur dann hochwertig, wenn sie mit derselben Sorgfalt geplant, saniert und weiterentwickelt werden.

 


Haus Kemper von Richard Neutra – einer seiner selten Bauten in Europa – war nach einem Umbau in den Siebzigerjahren kaum wiederzuerkennen. Manfred und Sarah Hering hat es nun behutsam restauriert. Offene Räume und großzügige Glasfronten unter fliegenden Dächern, fast wie in Kalifornien.

Haus Kemper, Wuppertal

Architekt: Richard Neutra, 1961 - 67

Foto (c): Frank Peterschroeder

 
 
 

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